Der Basenji und seine Fellfarben

Das Ideal ist das kurze, geschmeidige, dichte und sehr feine Haar, das sich beim Anfassen samtartig anfühlt. Die Haut ist sehr weich und locker (kann man prüfen, indem man das Fell am Rücken des Hundes anhebt). Viele Basenis entwickeln in den Wintermonaten eine Unterwolle, dies sollte daher nicht zum Nachteil des Hundes beurteilt werden.

Den Basenji gibt es in 4 anerkannten Farben: rot/weiß, schwarz/weiß, schwarz/weiß/rot und brindle/weiß. Alle müssen weiße Pfoten, eine weiß Brust und eine weiße Rutenspitze haben. Das gewünschte Rot ist ein kräftiges Orangenrot, das man heutzutage (fast) nicht mehr zu sehen bekommt. Haßelnußrot, je dunkler desto besser, sandfarbene Töne sind wohl erlaubt aber nicht unbedingt erwünscht. Schwarz muß tiefschwarz sein auch bei den tricolorfarbenen. Tricolor Basenjis haben normalerweise rotbraune „Melonenkerne“ über den Augen, lohfarbene Färbung auf den Jochbeinen und einen schmalen rostbraunen Streifen/Haare überall da, wo sich schwarz mit weiß an den Läufen abgrenzt, etwas an den Unterschenkeln aufwärts, sowie am After. Dies alles ist normal, ansonsten darf es zu keiner verschiedenenfarbigen Haarvermischung am Körper kommen.

Es gibt noch den als „Fula-Black“ bezeichneten Basenji, das ist ein schwarz/weißer Basenji ohne Melonenkerne über den Augen bzw. braun auf den Jochbeinen. Oft hat dieser nur ein paar lohfarbene Haare in der Ohrmuschel oder auf der Rückseite der Ohren und hinten entlang den Oberschenkeln. Es ist eine Farbe die erlaubt ist, vorausgesetzt das schwarze Fell ist nicht vermischt mit weißen oder braunen Haaren. Außerdem gibt es den als „Fula-Tri“ bezeichneten Basenji. Dieser Basenjis unterscheidet sich von den übrigen tricolorfarbenen Basenjis durch eine Unterbrechung der Tanfarbe bei den Jochbeinen, wo sich quasi ein Melonenkern abgesetzt daran anschließt. 
Was heißt das? Es bedeutet, dass diese Basenjis im Erbgut ein rezessives Gen für diese Fulafarbe tagen, egal ob Fula Black oder Fula Tri. Dieses Gen kann dazu führen, dass die Farbe schwarz nicht tiefschwarz wie gewünscht ist und wird auch so weitervererbt.

Vermischungen von verschiedenfarbeigen Haaren, egal ob innerhalb der roten, schwarzen oder tricolorfarbenen Partien zählen als schwerwiegender Fehler. Dasselbe gilt für die weißen Abzeichen wobei Abzeichen innerhalb des Kragens toleriert werden.

Das geforderte Weiß umfasst Pfoten, Brust und Rutenspitze. Zusätzlich weiße Läufe, Blesse oder ein weißer Halsring sind erlaubt. Gelegentlich gibt es Basenjis mit nur zwei oder drei weißen Zehen. Jedoch sollte die ganze Pfote weiße Zehen aufweisen. Dies solte aber nicht überbewertet werden. Die Vorderläufe können ganz oder teilweise weiß sein. Vorsicht, hier kann es bei verschiedenartiger Färbung der Vorderbeine oft zu optischen Täuschungen kommen (Lauf schwingt vermeintlich nach aussen). Der Standard läßt weiße Läufe zu, jedoch sollte eigentlich (besonders bei den Hinterläufen) das Weiß bei den Sprunggelenken enden. Erlaubt bei der Blesse ist, dass sich diese am ganzen Nasenrücken ausdehnen darf und als feine weiße Linie über den Oberkopf hinweg zum Halsring führen kann. Demgegenüber sind größere weiße Flächen auf dem Oberkopf, oder solche die die Augen ganz oder teilweise einschließen, höchst unerwünscht da sie den Ausdruck verunstalten. Ein weißer Halsring, egal ob schmal, breit oder halbseitig sollte immer bei den Schulterblättern enden. Schon immer wurde akzeptiert, dass der Halsring eine Verbindung zur weißen Brust, zu den Läufen und zur weißen Bauchdecke haben kann (ist im Standard nicht ausdrücklich erwähnt). Das Weiß am Bauch setzt sich nach hinten fort und bildet eine schmale weiße Linie an der Innenseite der Schenkel. Das ist statthaft, solle aber nicht zu breit sein. 
Weiße Stellen innerhalb des roten oder schwarzen Fells sind nicht zulässig und gelten als Fehler. Fehlerhaft wäre auch wenn das Weiß eine Einsprenkelung von roten oder schwarzen Haaren aufweisen würde.

Copyright Uschi Grewe

 

 
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