Persistent Pupillary Membranes

Persistent Pupillary Membrana ist eine angeborene Reifungsstörung, bei der sich eine in der Embryonalzeit vorhandene Schicht aus ursprünglichen Bindegewebszellen, die so genannte "Membrana" zwischen Linse und der vorderen Augenkammer nicht wie sonst üblich zwischen der zweiten und vierten Lebenswoche vollständig zurückbildet, sondern als feines Netz vor der Pupille verbleibt und die Sicht später meist nur wenig behindert. Diese Fehlbildung kommt sowohl bei anderen Hunderassen wie auch beim Menschen vor.

PPM kann in verschiedenen Ausbildungen in der vorderen Augenkammer vorkommen. Iris zu Iris, Iris zur Linse und von der Iris zur Hornhaut. Oder als loser, freischwebender Faden in der vorderen Augenkammer vorhanden sein. Diese Fäden führen in der Regel zu keinerlei Komplikationen. Es kann sich hierbei um einzelne oder aufgespaltene Fäden handeln, die wenn der Welpe erwachsen ist so gut wie nicht zu erkennen sind oder nicht mehr vorhanden sind.
Bei einer PPM Iris zur Linse kann es hingegen problematischer sein, weil hier die Möglichkeit besteht, dass es durch eine Reizung der Linse zu Trübungen führen kann (Katarakt) wo die Fäden an der Linse angewachsen sind. Diese „Katarakte“ entwickeln sich aber nicht weiter und verursachen so gut wie keine Sehbeeinträchtigungen.
Bei einer PPM Iris zur Hornhaut hingegen kann durch die Reizung der innere Teil der Hornhaut durch die Fäden beschädigt werden und es dadurch ebenso zu einer Trübung kommen. Diese Trübungen können klein bleiben, können sich aber auch verschlimmern. Hat ein Welpe eine Vielzahl solcher Fäden, kann er u.U.blind werden. Diese PPM kann sich mit dem Alter der Welpen bessern, die PPM wird aber nicht vollständig zurückgehen.

Bildnachweis: CERF (Canine Eye Registration Foundation)

PPM kommt in verschiedenen Formen/Schweregraden vor:

  1. Ein Ende des Fädchen frei schwimmend – keine Beeinträchtigung
  2. Iris zur Linse – Mögliche Kataraktentwicklung wo die Enden der Fäden an der Linse anheften
  3. „Y“ förmige Fädchen  – keine Beeinträchtigung
  4. Einzelne Fäden von Iris zur Iris – keine Beeinträchtigung
  5. Iris zur Hornhaut - Mögliche Kataraktentwicklung wo die Enden der Fäden an der Hornhaut anheften

 


©  Uschi Grewe, 2001 ti-n Abou Teka Basenjis, update Oktober 2013 (Artikel entnommen und übersetzt aus CERF Canine Eye Regitration Foundation by Veterinary Medical Database VMDB)

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