Die nachfolgenden Skelettbilder vom Basenji und Schäferhund sollen weniger die Unterschiede sondern den allen Rassen gemeinsamen Aufbau des Skeletts zeigen.

basenji.jpg schäferhund.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 


Am Körper der Hunde erkennen wir verschiedene Abschnitte wie Kopf, Rumpf und Gliedmaßen. Das Skelett schützt und stützt zugleich. Es ist das innere knöcherne und knorpelige Gerüst, an dem die Muskeln und Sehnen befestigt sind. In den Höhlen wie Schädel, Augen und Brust sind empfindliche Organe untergebracht. Wichtige Organe wie Gehirn und Rückenmark sind schützend im inneren der Knochen selbst untergebracht.

Das Skelett selbst muss beweglich sein und nicht starr. Es besteht deshalb aus vielen einzelnen Teilen, den Knochen. Die einzelnen Knochen sind entweder fest oder durch Gelenke miteinander verbunden. Den nötigen Halt verleiht das Ganze die Muskeln und die Sehnen. Die Wirbelsäule, eine große Knochensäule, die den Körper des Hundes vom Kopf bis zum Schwanzende der Länge nach durchzieht, bildet in mehrfacher Hinsicht die Hauptachse des Körpers. In der Mitte des Wirbelbogens erheben sich die oberen Dornfortsätze, die den Muskel als Verankerungspunkt dienen. Die seitlichen Fortsätze der Wirbelbogen nennen sich Querfortsätze.

Insgesamt bildet jeder Wirbel einen Ring. Die Ringe aller Wirbel sind zu einem Kanal ausgebildet, in dem das Rückenmark eingebettet ist. Die Beweglichkeit der Wirbelsäule wird gegeben durch die Knorpel zwischen den einzelnen Wirbelbögen, die zugleich auch als Stoßdämpfer wirken. Zusammen gehalten wird die Säule, wie zuvor schon beschrieben, durch genial angeordnete Bänder, Sehnen und Muskeln. Am vorderen Ende erweitert sich der Rückenmarkskanal zu einem großen Hohlraum, der Schädelhöhle. In der Schädelhöhle ist das Gehirn eingebettet. Einerseits mit den Wirbeln und teilweise mit dem Brustbein, sind die Rippen zum Brustkorb verbunden. Im Brustkorb, wie an der ganzen Unterseite der Wirbelsäule, sind die Organe der Atmung, des Blutkreislaufes, der Verdauung und der Fortpflanzung untergebracht und befestigt.

Der Körper wird von vorne und hinten durch die Gliedmaßen gestützt. Durch die Muskeln die das gesamte Skelett des Hundes überspannen, werden die einzelnen, beweglichen Skelettteile auch bewegt. Die Muskeln geben dem Körper den Zusammenhalt und auch die Kraft sich zu bewegen. Das stützende und tragende Gesamtskelett, dazu zählen die Einzelknochen und die verbindenden Knorpel, die Gelenke und Bänder, ist der Passive, nie ermüdende Teil.

Die Skelettmuskulatur der aktiven, ermüdbare Teil, verwandelt das Knochenskelett in ein Hebelwerk. Wie wir sehen, ist der Bewegungsapparat ein technisch perfektes Bauwerk - oder sollte es sein.

Das Gesamtskelett des Hundes besteht aus insgesamt 321 Knochen, die zum Teil mehr oder weniger fest zusammen gewachsen sind, so dass man sie als ein fest gefügtes Ganzes betrachten kann.

Am Rumpfskelett finden wir die Wirbelsäule mit 7 Halswirbeln (und ebenso vielen Rippen), 7 Lendenwirbel, 3 Kreuzwirbel und einer unterschiedlichen Zahl von Schwanzwirbeln.

Der Hals hat 7 Wirbel. Der erste Halswirbel (Atlas) ist der Träger des Kopfes, der zweite Halswirbel (Epistropheus) der Umdreher. Die Körper des 3. bis 7. Halswirbels werden allmählich kürzer. Der letzte Halswirbel ist der Übergang zur Brustwirbelsäule.

Die 13 Brustwirbel bilden mit den paarigen Rippen und dem Brustbein den Brustkorb.

Der Widerrist ist ein Teil der Brustwirbelsäule mit besonders hohen Dornfortsätzen, die schwanzwärts kürzer werden.

Die Dornfortsätze der Brustwirbel sind, bei allmählicher Steilerstellung, schwanzwärts gerichtet. Der Dornfortsatz des 10. und 11. Brustwirbels steht senkrecht und wird als Wechselwirbel bezeichnet. Er hat von allen Wirbeln den kürzesten Dornfortsatz. Die Dornfortsätze der letzten Brustwirbel und der Lendenwirbel sind zunehmend kopfwärts gerichtet. Dies hängt mit den verschiedenen Aufgaben zusammen, die die an den Dornfortsätzen befestigten Hals- und Rückenmuskeln haben.

Bei der Beurteilung der Hunde ist sowohl vom Widerrist und Rücken die Rede.

Gemeint ist dabei, dass die ersten 8 Wirbel der Brustwirbelsäule mit ihren sehr hohen Dornfortsätzen als "Widerrist" bezeichnet werden. Die restlichen Wirbel bilden dann den "Rücken".

Es folgen 7 Lendenwirbel. Sie werden nicht mehr von Rippen unterstützt, haben aber dafür besonders breite Querfortsätze. Diese verkümmerten Rippen dienen als Hebel für die Rücken- und Lendenmuskulatur. Die Lendenwirbel sind sehr kräftig und sehr fest miteinander verbunden. Die Wirbelkörper sind länger und massiver als die der Brustwirbel. Dadurch haben die Lendenwirbel eine sehr große Festigkeit, bei verminderter Beweglichkeit. Sie sind deshalb in der Lage eine freitragende Brücke zwischen Rippen und Kreuzbein zu bilden.

Diese kraftvolle Konstruktion ist unerlässlich, da sie den Bewegungsstoß von Hinterhand und Beckengliedmaße weiterleiten muss.

Die Kreuzwirbelsäule ist außerordentlich stabil gebaut. Es fehlt ihr jegliche Beweglichkeit. Die Kreuzwirbel sind beim Hund mit etwa 1 1/2 Jahren fest verknöchert und bilden das Kreuzbein.

Die Querfortsätze der Kreuzwirbel sind zu einer Knochenleiste verwachsen und leicht nach vorne gerichtet. Hier ist auch die gelenkige Verbindung mit dem Darmbeinflügel, die Verbindung der Wirbelsäule mit Becken und Hintergliedmaßen. Vom Kreuzbein gehen die für den Vorwärtsschub des Hundes wichtigen Gesäß- und Sitzbeinmuskeln aus.

Der Brustkorb wird gebildet durch die Wirbelsäule, 13 Paar Rippen und das Brustbein. Das erste Rippenpaar ist kurz und relativ unbeweglich befestigt. Es ist durch Muskeln und Bänder mit der Halswirbelsäule verspannt.

Die ersten 9, wenig gekrümmten Rippen, stehen steil unter der Wirbelsäule und bilden eine gute Verstärkung zur Verbindung mit dem Brustbein. Man nennt sie auch Tragrippen, weil sie nicht nur den Brustkorb bilden, sondern auch Träger des Rumpfes sind.

An diesen sogenannten "echten" Rippen schließen sich die stärker gekrümmten "falschen" Rippen an. Sie sind mit dem Brustbein nur noch unmittelbar verbunden, indem sie sich zum Rippenbogen zusammen schließen. Sie dienen als Hebelarme für die Atmungsmuskulatur.

Das Brustbein bildet die untere, zum Boden parallel verlaufende Brustlinie. Es bildet mit seinen als Habichtsknorpel bezeichneten Ende die erwünschte Vorbrust.

Von seinen im Schaufelknorpel nach hinten verlaufenden Ende zieht sich die Bauchdecke deutlich angezogenen vom Brustbein zum Becken.

© Uschi Grewe, 2006

ti-n Abou Teka Basenjis seit 1987

Zum Seitenanfang