Grundsätzliches über Hundeernährung

Wichtig sind Bestandteile wie Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralien und zwar in ausgewogenen Mengen im Verhältnis zueinander.
Eine richtige Zusammensetzung ist deshalb wichtig, weil sowohl eine Über- als auch eine Unterdosierung schädliche Auswirkungen auf das Wohlbefinden des Hundes haben können. Es ist daher wichtig, die Angaben auf den Futtermittel, d.h. die Zusammensetzung der Bestandteile des Futters zu verstehen.

Was sind Proteine?
Proteine bestehen aus Molekülen, die wiederum aus kleinen Molekülen , auch Aminosäuren genannt, zusammen gesetzt sind. Aminosäuren werden wiederum unterschieden in essentielle und nichtessentielle Aminosäuren. 
Wozu werden Proteine benötigt? Proteine beeinflussen das Wachstum, die Haut und das Fell. Also auch die Wiederherstellung von Zellen und Körpergewebe nach Erkrankungen oder Verletzungen. Es gibt 22 verschiedene Aminosäuren, vom Hunde können aber nur 12 in Eigenregie gebildet werden um den körpereigenen Bedarf zu decken. Das Futter muss daher diese essentiellen Aminosäuren enthalten. Sie werden auch nicht im Körper gespeichert, müssen daher täglich im Futter angeboten werden.
Ist das Futter zu wenig proteinhaltig, treten Mangelerscheinungen mit der Zeit auf, die sich in der Haut, Fell und auch in den Muskeln bemerkbar machen. Das Gegenteil, Proteinüberschuss ist gefährlich für die Nieren, da nicht abgebaute Aminosäuren über die Nieren durch den Harn ausgeschieden wer den und zu einer übermäßigen Nierenbelastung führen.

Was sind Fette?
Fette bewirken vor allem das glänzende Fell unserer Hunde. Sie bewirken die geschmackliche Verbesserung des Futters und liefern zweimal soviel Energie wie Proteine oder Kohlenhydrate. Also, sehr wichtig im Hundefutter. Außerdem dienen Fette dem Transport von Vitaminen (fettlöslichen) wie A, D, E und K und bilden die Energiereserven des Hundes in Form von Körperfett. Es ist genauso wichtig die essentiellen Fettsäuren dem Körper zuzufügen, wie die essentiellen Aminosäuren.

Was sind Kohlenhydrate?
Nachdem sie unter hohen Temperaturen gekocht wurden, können Kohlenhydrate eine sofortige hervorragende Energiequelle für den Hund sein. Gefüttert in normalen Mengen werden sie in Form von Glykogen im Körper gespeichert, überdosiert werden sie als Fett im Körper gespeichert. Beim Abkochen von Nahrungsmitteln spielt die Temperatur eine wichtige Rolle. Ist sie zu hohe Temperatur zerstört den Nährwert des Futters und eine zu niedrige beeinträchtigt die Verträglichkeit, sprich Verdaulichkeit des Futters und kann u.U. Zu Durchfällen führen. 

Was sind Vitamine?
Vitamine sind wichtig für den richtigen Stoffwechsel des Hundes. Sie sind organische Moleküle und regeln den chemischen Vorgang im Körper eines Hundes. Vitamine müssen dem Hund ebenso über die Ernährung zugeführt werden. 
Auch hier gibt es 2 Kategorien: die wasserlöslichen Vitamine und die fettlöslichen Vitamine. Vitamine sind enorm wichtig für den Hund in der Wachstumsphase und machen sich sichtbar in einem glänzenden Fell, Ausdruck der Augen, eben in der Gesamthaltung des Hundes. Die Vitamine B und C  (wasserlöslich) regeln den richtigen Ablauf der enzymatischen Reaktionen im Körper. Sie regulieren den Stoffwechsel und sind wichtig (wie bereits erwähnt) in der Wachstumsphase. Da der Hund sie nicht ausreichend selbst abspeichern kann, müssen sie täglich über das Futter zugeführt werden. Einen Überschuß dieser beiden Vitamine ist nicht schädlich, sie werden einfach wieder ausgeschieden.

Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K werden wie Fette absorbiert, im Körper verteilt und so auch abgespeichert. 
Vitamin A wird vom Hund für einen richtigen Knochenaufbau benötigt, für die Fortpflanzung, für die Augen und für das Fell.
Vitamin D ist sehr wichtig für einen gesunden Knochenbau und für das Gebiss. Außerdem regelt es den Stoffwechsel und sorgt dafür daß Kalzium und Phospor gut absorbiert wird. 
Vitamin E ist der stärkste natürliche fettlösliche Antioxidant und verhindert die Oxidierung der ungesättigten Fettsäuren. Vitamin E spielt außerdem eine sehr wichtige Rolle bzgl. Der Fruchtbarkeit. 
Vitamin K ist wichtig für die Gerinnung des Blutes.

Vitaminmangel kann die unterschiedlichsten Auswirkungen haben; besonders stark kann es sich auf das Nervensystem schädlich auswirken, auf den Verdauungsapparat, auf die Haut und die roten Blutkörperchen. Ebenso kann ein Vitaminüberschuss der fettlöslichen Vitamine, da sie im Körper abgespeichert werden, sich schädlich auf die Gesundheit des Hundes einwirken.

Was sind Mineralstoffe?
Mineralstoffe sind unorganische Stoffe, die ebenfalls in zwei Gruppen unterteilt werden:
Mengenelemente, sie sind wichtig für den Knochenbau und den Nährstofftransport.  Spurenelemente, die in geringen Mengen vorhanden sind und als Bestandteile von Enzymen benötigt werden. Mineralstoffe sind wichtig für einen gesunden Knochenaufbau, einem gesunden Gebiss und regulieren das Nervensystem. Außerdem sind sie wichtig für einen ausgewogenen Elektrolythaushalt des Körpers. Mineralstoffe benutzen als “Transportmittel” im Körper die Proteine. Ausgeschieden werden Mineralstoffe über den Schweiß, die Galle, den Urin und den Kot. 

Wasser!
Kein Fragezeichen dahinter ?!
Es ist wohl jedem Hundebesitzer klar, dass Wasser für den Hund am wichtigsten ist. 
Wasser ist ebenso ein essentieller Bestandteil der Körperflüssigkeiten und befindet sich in jedem Gewebe. Wasser wird benötigt um Nahrungselemente zu transportieren. Wasser hilft dem Hund auch die Körpertemperatur zu regeln, durch Atmung und Schweiß. Wasser befindet sich in allen biochemischen Reaktionen. 
Übrigens, der Wasseranteil macht ca. 70% des Gesamtkörpergewichtes aus und man muss unbedingt dafür Sorge tragen, dass Wasser IMMER zur Verfügung steht.

© Uschi Grewe
ti-n Abou Teka Basenjis

Quellennachweis: 
Ernährung des Hundes von Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Meyer, 
Richtige Hundeernährung von Dr.med.vet. C. Thielen und Dr. med.vet.B. Dobenecker.

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